Deswegen solltet ihr jetzt mit Hunt Showdown anfangen

Hunt Showdown ist ein grandioser Shooter aus dem Jahre 2019. Warum ihr euch genau heute in das sumpfige Bayou von Hunt stürzen solltet, erkläre ich euch in diesem Artikel.

Was macht man hier eigentlich?

Das eigentliche Spielprinzip von Hunt Showdown ist schnell erklärt: Ihr startet, wahlweise alleine oder mit bis zu zwei Freunden, auf einer der beiden Karten. Anschließend müsst ihr ein Monster aufspüren, es töten, zurück in die Hölle schicken und dann mit der Beute einen der Ausgangspunkte erreichen. So weit, so simpel. Doch obwohl ihr eigentlich der Hunter seid, will euch wirklich alles in diesem Spiel töten, und manchmal ist man froh, wenn man eine Runde auch einfach überlebt hat. Warum? Hunt zwingt euch durch ein Permadeath-System zur Vorsicht – sterbt ihr in einer Runde, ist euer Hunter verloren, genau wie sämtliche Ausrüstung, die er bei sich trägt. Keine Sorge, ihr verliert natürlich nicht sämtlichen Fortschritt, doch dazu später mehr.

Nicht nur das Monster, welches ihr töten sollt, stellt eine Herausforderung dar. Auf dem Weg dorthin stolpert ihr über zahlreiche verschiedene, zombieartige Gegner, die euch mal mehr und mal weniger stark fordern. Außerdem seid ihr nicht alleine unterwegs – bis zu 12 Spieler wollen das gleiche Monster töten wie ihr, dabei wisst ihr nie, wie viele der anderen Jäger noch am Leben sind. Wir fassen also zusammen: Ihr seid maximal zu dritt unterwegs, wirklich alles will euch töten, und wenn euer Jäger stirbt, verliert ihr ihn. Was für den Anfang erst einmal erschreckend wirkt, ist ein grandioses Spielprinzip, welches perfekt aufzugehen scheint.

Aber wie funktioniert das jetzt genau?

Wie anfangs erwähnt, lässt euch das Spiel natürlich nicht völlig ins kalte Wasser fallen. In den verschiedenen Runden sammelt ihr durch nahezu alles, was ihr tut, Erfahrungspunkte. Diese Erfahrungspunkte fließen in eure Blutlinie, welche euren matchübergreifenden Level dastellt. Hier könnt hier von Stufe 1 bis 100 aufsteigen und dabei immer neue Waffen, Fähigkeiten und Ausrüstungen freischalten, mit denen ihre eure Jäger dann ausstatten könnt. Außerdem gibt es einen kleinen Fallschirm für Anfänger: Erst ab Blutlinienstufe 11 stirbt euer Jäger tatsächlich, wenn ihr sterben solltet. Bis dahin könnt ihr euch also ausprobieren. Doch wie kommt man überhaupt an die Hunter?

Hier gibt euch das Spiel mehrere Möglichkeiten an die Hand. Nach jedem Match erhaltet ihr eine zufällige Auswahl von vier Jägern, welche ihr rekrutieren könnt. Diese haben unterschiedliche Waffen, Ausrüstungen und Fähigkeiten dabei und kosten unterschiedliche Mengen der Ingame-Währung, wobei ihr den linken der Hunter immer kostenlos erhalten könnt. Außerdem könnt ihr euch Jäger über den zweiten der drei Spielmodi, das Quickplay, verdienen, doch dazu später mehr. Zuletzt gibt es noch die legendären Jäger. Diese muss man einmalig mit der Echtgeld-Währung von Hunt freischalten, und kann sie dann immer neu für 333 Hunt-Dollar (Ingame Währung) rekrutieren. Dabei erhalten die legendären Jäger immer drei zufällige Fähigkeiten und kommen komplett ohne Ausrüstung daher. Ihr müsst also deutlich mehr Hunt-Dollar ausgeben, um einen der legendären Jäger auszurüsten. Einen spielerischen Vorteil geben euch die Echtgeld-Hunter allerdings nicht, hier geht es rein um die Optik.

Die passende Ausrüstung zur Jagd

Crytek gibt uns nicht nur eine riesengroße Anzahl antiker und abstrakter Wummen zur Hand, sondern auch eine ganze Fülle an Nahkampfwaffen. Uns sind also alle Mittel gegeben, um unseren Jäger unseren Bedürfnissen vollständig anzupassen. Hierbei fühlt sich jede Entscheidung folgenschwer und wichtig an, so klein sie auch ist. Packen wir lieber ein Gewehr mit ordentlich Schaden, aber nur einem Schuss ein? Oder darf es die vollautomatische Mosin-Nagant Avtomat sein? Vielleicht doch einfach eine Schrotflinte, oder eine Winfield mit schneller Schussrate?

Dabei gilt es vor allem darauf zu achten, welchen der drei Munitionstypen unsere Waffe verwendet. Während Compact-Ammo in Schaaren daher kommt, sind wir mit Long Ammo nur höchstens ausreichend bestückt. Dafür durchschlägt die Long-Ammo sogar Stein auf kurze Distanz, während sich die Compact-Ammo schon mit Holz schwer tut. Für besonders entscheidungsunfreudige Spieler gibt es die Medium-Ammo in der Mitte, außer für Schrotflinten, welche ihren eigenen Munitionstyp verwenden. Außerdem soll demnächst per Update noch Gift-Munition, Brand-Munition und mehr hinzugefügt werden.

Ihr seht schon, allein bei der Wahl eurer Hauptwaffe habt ihr zahllose Optionen zur Anpassung an euer Spielgefühl, doch damit nicht genug. Neben eurer Hauptwaffe bietet euch Hunt noch eine Zweitwaffe, vier Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien an. Auch hier will die Wahl gut überlegt sein. Von einfachen Medi-Packs bis hin zu Brandbomben, giftigen Heuschrecken in der Dose, Handgranaten oder Signalfackeln kann euer Jäger bis ins kleinste Detail angepasst werden. Wenn er eine Runde überlebt, bekommt er außerdem Erfahrung und kann somit neue Eigenschaften lernen. Diese schalten wir durch den Blutlinien-Level frei, um ihn perfekt zu spezialisieren.

Der Tod auf leisen Sohlen

Sound ist einfach alles. Um eines direkt vorweg zu nehmen: Alles, was ihr in Hunt Showdown tut, macht ein Geräusch. Keines der Geräusche hört nur ihr. Sei es schweres Atmen beim Zielen durch das Zielfernrohr, Schnaufen nach dem Sprint, die Blätter, die unter euren Füßen brechen, während ihr durch den Wald schleicht. Ihr könnt euch leise verhalten, jedoch niemals lautlos.

Da ihr nie wisst, wie viele Spieler euch noch an den Kragen wollen, und ein Kopfschuss von nahezu jeder Waffe des Spiels tödlich für euch endet, ist es absolut essentiell, seine Umgebung bestens im Auge (und vor allem im Ohr) zu behalten. Oft hört ihr eure Gegner bereits lange, bevor ihr sie seht. Dafür sorgen zusätzlich zu euren eigenen Geräuschen gewisse Sound-Traps in der Welt. Eingesperrte Hunde, die laut bellen, wenn ihr zu nahe kommt, Hühner, die regelrecht schreien, wenn sie euch erblicken, Äste, die zerbrechen, Glas auf dem Boden, welches unter eurem Gewicht zerknirscht… das alles, und noch viel mehr wartet auf euch in den Sümpfen des Bayou.

Die Welt von Hunt wird euch mit ihrer Immersion überraschen und nicht mehr loslassen. Sorgfältig prüft ihr die Umgebung, um keine unnötigen Geräusche zu machen, und Gegner zu orten, bevor sie euch sehen. Achtsam reagiert ihr auf jedes Geräusch der Welt und hofft darauf, dass die Zombies eure Gegner weit genug in Bredouille bringen, damit sie schießen. Schüsse sind in Hunt nämlich unglaublich gut zu hören und zu orten. Selbst die Gewehre mit Schalldämpfer sind noch über einhundert Meter weit zu hören, während die dickste Wumme im Spiel, die Nitro Express, sogar über die gesamte Karte hörbar ist.

Die Spielmodi

Derzeit bietet euch Hunt Showdown drei Spielmodi zu Auswahl, jedoch ist die oben beschriebene Kopfgeldjagd definitiv die dominanteste. Die anderen sind eher kleine Gimmicks, trotzdem möchte ich sie euch kurz vorstellen. Oben erwähnte ich bereits die Möglichkeit, über den Spielmodus Quickplay einen neuen Jäger zu bekommen, und dieser funktioniert so:

Im Quickplay seid ihr alleine auf denselben Karten unterwegs, auch hier sind wieder bis zu 11 Mitspieler dabei. Gruppen sind im Quickplay jedoch nicht möglich. Ihr startet mit einem zufälligen Jäger, den ihr für das Match geschenkt bekommt, ihr geht hier also vollkommen risikofrei auf die Jagd. Doch wirklich gejagt wird hier nicht, ein Monster gibt es nämlich nicht. Stattdessen sucht ihr sogenannte „Risse“. Sobald der erste Hunter seinen vierten Riss geöffnet hat, wird seine Position für alle anderen offengelegt. Er hat den „Wellspring“ aktiviert und zieht stetig Energie von ihm ab. Ist die Energie verbraucht, endet das Spiel. Der Jäger, der den Wellspring am Ende besitzt (oder eben der letzte, der lebt), darf seinen Jäger mit sämtlicher gefundener Ausrüstung behalten, und fortan auch in der Kopfgeldjagd spielen. Alle anderen Jäger sterben bei Ablauf der Zeit.

Der Quickplay-Modus ist also eine besonders gute Art, ohne Risiko an PvP Erfahrung zu kommen, und eventuell einen Jäger mit Nachhause zu nehmen. Ich kann jedem, der das Spiel beginnt, wärmstens dazu raten, euch ein wenig im Quickplay auszutoben und euch somit besser auf die Begegnungen mit anderen Jägern vorzubereiten.

Der dritte und letzte Spielmodus sind die Trials oder „Prüfungen“. Auch hier spielt ihr alleine, diesmal jedoch komplett ohne andere Spieler. An gewissen Punkten der Karten müsst ihr hier besondere Aufgaben erfüllen, beispielsweise Hinderniskurse, Kopfschuss-Zeit-Challanges und Rennen. Ihr bekommt hier zwar weder Erfahrungspunkte noch einen Jäger, allerdings gibt es Waffen und Skins sowie eine bessere Übersicht über die verschiedenen Schauplätze und ein besseres Gefühl für die Welt von Hunt Showdown.

Deswegen solltet ihr genau jetzt anfangen zu spielen

Hunt Showdown ist defintiv kein Shooter im klassischen Sinn. Viel eher überlegt ihr euch sehr genau, wann oder ob ihr überhaupt abdrückt, und somit eure Position verratet und euch verwundbar macht. Die Mischung aus PvE und PvP ist im Genre einzigartig. Neben rein kompetitiven Shootern wie Valorant oder CS:GO und den Action-Schlachten von Battlefield und Call of Duty gibt es aktuell wenig Abwechselung im Shooter-Genre, und genau hier kommt Hunt Showdown zum Zug.

Es ist definitiv anders, eine Erfahrung, die ich so noch in keinem Shooter erlebt habe. Die permanente Spannung in jedem einzelnen Match, auch nach über hundert Stunden sowie die stets gefährliche Tier- und Zombiewelt des Spiels machen es uns zu keinem Zeitpunkt zu leicht. Sind wir zu unvorsichtig, an der falschen Stelle zu schnell, oder stellen uns dumm an, sterben wir auch als erfahrener Jäger gerne einmal, ohne überhaupt einen anderen Spieler gesehen zu haben.

Das ganze kann anfangs ziemlich viel auf einmal sein, deswegen möchte ich euch hier noch ein YouTube Video verlinken, welches mir den Einstieg in das Spiel extrem vereinfacht hat.

Ich kann Hunt Showdown jedem Spieler ans Herz legen, der die immer gleichen Matches der anderen Shooter leid ist, oder einfach einmal etwas Neues ausprobieren möchte. Momentan gibt es jedenfalls nichts Vergleichbares, und das Spiel ist definitiv einen Ausflug wert. (Derzeit ist das Game sogar auf Steam reduziert und bis zum 05.03.2021 vergünstigt zu kaufen!) Also schnappt euch einen oder zwei Freunde und geht gemeinsam auf die Jagd!

Was ist eure Meinung zum anderen Spielprinzip von Hunt Showdown? Habt ihr es schon gespielt? Lasst mir gerne eure Meinung da!

1 comment on “Deswegen solltet ihr jetzt mit Hunt Showdown anfangen”

  1. Avatar ElGuru Antworten

    Doch es gibt etwas sehr damit vergleichbares: Escape from Tarkov ist das ähnliche Spielprinzip, bloß ohne „Hauptmonster“.

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