Vom Winde verweht: „Raft“

Raft ist ein Indie-Game im Early Access, welches entweder allein oder in einer beliebig großen Gruppe bestritten werden kann. Ziel des Spiels ist es, auf einem Floß auf den unendlichen Weiten des Meeres zu überleben. In diesem Artikel werde ich euch einen typischen Tag auf unserem Floß vorstellen und euch zeigen, was alles in diesem Spiel steckt!

Wasser, soweit das Auge reicht

Das Spiel beginnt, und man erkennt nur eines: Wasser. Das kleine Floß, auf dem wir uns befinden, ist das einzige Stück Land in Sichtweite. „Zum Glück“ ist das gesamte Meer verschmutzt mit Kunststoff, Holzplanken, Palmenblättern und Fässern. Ausgestattet mit einem Haken können wir diese Materialien aus dem Meer fischen und so die nötigsten Werkzeuge craften, um unser Überleben zu sichern. Nachdem wir ausreichend Material gesammelt haben, finden wir nach und nach kleine Inseln. Diese schlachten wir sukzessive aus und nehmen alles mit, was unter unsere Finger kommt. So werden die hilflosen Umhertreibenden langsam aber sicher zu Überlebenskünstlern, die sich immer besser auf den unendlichen Weiten des Meeres zurecht finden. Zu Beginn können wir uns aber nicht orientieren und sind dem Willen des Windes hilflos ausgeliefert.

Überleben, aber wie?

Zu Anfang scheint das Überleben auf hoher See schier unmöglich, weil sich alles gegen uns verschworen zu haben scheint. Nahrung und Trinkwasser sind rar – besonders, da Salzwasser aufbereitet und gefiltert werden muss, um den Durst stillen zu können. Hierfür muss erstmal eine Anleitung gefunden werden, um die durchgehende Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Auch der Besuch der Inseln stellt sich zunächst als schwierig dar, denn ohne Anker lässt es sich nicht lange auf einer Insel aushalten – außer, man legt es darauf an, sein Floß zu verlieren. So kann man anfangs nur kurz auf eine Insel hüpfen und das Nötigste schnappen. Ist man dann zurück auf dem Floß, gibt es ein großes Problem: der Hai, der unser Zuhause immer wieder angreift. Aber keine Sorge: Übersteht man die kritische Anfangsphase, wird das Überleben mit jedem Tag leichter!

Schneller, höher, weiter

Mit der Zeit entwickelt sich unsere Werkzeugauswahl deutlich weiter und neben einem Haken stehen uns schnell eine Angel, ein Speer und ein Anker zur Verfügung. Bald dienen Fische als Grundnahrungsmittel, auch größere Inseln können nun besucht werden, da wir einen Anker zur Verfügung haben. Dort können wir verschiedenes Obst und Gemüse wie Ananas, Wassermelonen, Kartoffeln und Zwiebeln sammeln. Weiterhin können wir Blumen sammeln und aus ihnen Farben herstellen, um unser Zuhause zu verschönern. Aber es ist längst nicht so einfach, wie es scheint: Auch die Inseln sind voller Gegner, wie etwa Warzenschweine oder Vögel, die uns mit Steinen abwerfen. Es ist also weiterhin Vorsicht geboten. Wir können diese Gegner allerdings töten und ihr Fleisch zu nahrhaften Gerichten verarbeiten. Nichtsdestotrotz verfügt unser Floß nach 16 Stunden über alle Werkzeuge, die man sich vorstellen kann: Vom Wasseraufbereiter über den Grill und den automatisierten Motor ist alles dabei, was man sich vorstellen kann.

Land in Sicht!

Irgendwann begegnen uns Inseln auch nicht mehr nur zufällig, denn früher oder später verfügen wir über einen Radar. Dieser zeigt uns Koordinaten an, an welchen wir Inseln finden können. Denn auch wenn Raft ein Survival-Game ist, beinhaltet es einen tiefgehenden Plot. Nicht nur wir, sondern auch viele andere Menschen wurden vom rapide ansteigenden Meeresspiegel überrascht. Die Schicksale dieser Menschen werden auf den größeren Inseln thematisiert. Da die Inseln jedoch immer verlassen sind, treffen wir niemals auf andere Menschen und bleiben – in unserem Fall – zu zweit allein. Auf den zunehmend größer werdenden Inseln finden wir jedoch nicht nur Notizen zu menschlichen Schicksalen. Wir finden auch allerlei nützliche Dinge, darunter beispielsweise Tiere, die wir einfangen und als Haustiere mit auf unser Floß nehmen können. Auch durch die Erkundung von Inseln können wir unsere Skills weiterentwickeln, beispielsweise durch Tools zur Benutzung einer Seilrutsche.

Home sweet Home

Unser Floß wird mit der Zeit von einer Holzplatte immer mehr zu einem Ort, an dem wir uns wirklich zuhause fühlen. Wir können das Floß bis zu einer gewissen Breite und Höhe ausbauen und uns somit ein kleines Paradies schaffen. Wir richten unser Floß mit der Zeit immer wohnlicher ein und dekorieren es mit den gefundenen Gegenständen. Für die farbliche Abwechslung können wir es außerdem in verschiedenen Farben streichen. Neben unseren Haustieren können wir auch Pflanzen anbauen, die unser Überleben sichern.

Ein Spaß auf hoher See

Raft besticht durch sein alternatives Survival-Szenario, was sich meiner Meinung nach positiv von der gängigen Zombie-Apokalypse abhebt. Auch wenn es anfangs wirklich schwer ist, alleine auf dem Meer zu überleben, macht es schnell großen Spaß, die eigenen Fähigkeiten, Werkzeuge und das Floß zu verbessern. Auch der Plot ist für mich ansprechend, was auch der Tatsache geschuldet sein kann, dass sie im Hintergrund erzählt wird. So wirkt die Story nicht aufdringlich. Durch die Hinweisstruktur wird so zudem die Neugierde geweckt, immer mehr über den Plot herauszufinden. Alles in allem macht mir Raft wirklich viel Spaß und ich kann es jedem von euch ans Herz legen, der ein bisschen Abwechslung sucht!

Kennt ihr Raft und spielt es vielleicht sogar? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

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